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Räuber und Fans fassungslos

Neuss-Grevenbroicher Zeitung - NGZ

von: Rolf Hoppe

Räuber und Fans fassungslos

NEUSS (ho.) Wie ein Lauffeuer verbreitete sich gestern in den Medien und unter den Fans die traurige Nachricht: Norbert (Nobby) Campmann, Gitarrist der bekannten Mundartgruppe „De Räuber”, ist tot. Noch in der Nacht zum Freitag erreichte Frontmann Karl-Heinz Brand der schockierende Anruf aus Brühl. Am Apparat Campmanns langjährige Lebensgefährtin Claudia. Dem 48-Jährigen, bis dahin immer topfit, sei es plötzlich aus noch ungeklärten Gründen übel geworden und er sei zusammengebrochen. Der Notarzt habe ihn nicht mehr retten können. „Ich darf gar nicht darüber nachdenken”, so Brand, der seine Trauer, nicht in Worte zu fassen vermag, „denn wir sind nicht nur irgendeine Musikgruppe, die der Erfolg zusammengeschweißt hat, sondern eine große Familie. Die sich auch privat gut verstanden hat. Jeder mochte Nobby gern, er war unser ,Spaß- und Gute Laune-Kumpel’. Es ist, als würde mir ein Stück aus dem Herzen gerissen.” Im Internet sind die Seiten voll trauriger Fans der „Räuber”. So schreibt die Kölnische Karnevalsgesellschaft: „Wir werden um ein Lachen ärmer.”

Andere melden sich mit einem einfachen „Warum???” Jens Marschner aus Neuss schreibt: „Bekämpft mit Musik eure Trauer. Das wäre im Sinne von unserem Nobby.” Doch den allernächsten Termin, ein Konzert am Sonntag, haben die „Räuber” schon abgesagt. Dagegen stehen sie zu ihrer Verpflichtung, zum Konzert „Räuber in Classic” auf Schloss Dyck aufzutreten. Brand: „Wir spielen für unseren verstorbenen Freund. Es soll ein Abschiedskonzert zum Gedenken an Nobby werden. In unserem Herzen die Devise ,niemals geht man so ganz’.”

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