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RÄUBER bereiten ihre legendäre Konzert-Reihe im Millowitsch Theater vor

RÄUBER bereiten ihre legendäre Konzert-Reihe im Millowitsch Theater vor


Seit 20 Jahren begeistert die Kölner Mundartgruppe DE RÄUBER ihre Fans im Kölner Raum und weit über die NRW-Grenzen hinaus bis nach Belgien und in die Nieder-lande, dieses Jahr geht’s sogar auf Mittelmeer-Kreuzfahrt. Ein besonderes Highlight ist seit vielen Jahren die „Klüngel-Kölsch-Revue“ im Volkstheater Millowitsch. „Dabei geht es vor allem um Spaß und Tradition. Wir präsentieren dort die neuen Lieder und bekommen so ein Feeling dafür, welches in der kommenden Session funktionieren wird.“, erzählt Karl-Heinz „Charly“ Brand, Gründungsmitglied und Front- mann der Band. Bekanntes, Krätzchen und Überraschungen runden das beliebte Programm ab.

Jetzt sind es nur noch wenige Tage bis zur Premiere am 18. Mai, somit sieht sich die Räuber- bande momentan täglich, am Wochenende bei Auftritten und im Probenraum in Grevenbroich. Dort wird in der Küche kurz das vom Räuberhauptmann vorgeschlagene Programm besprochen und dann machen sich die Vollblutmusiker nach nebenan an ihre Instrumente. Vier neuen Liedern gilt es den letzten Schliff zu verpassen. „Wir sind eine demokratische Band, wenn alle meiner Meinung sind…“, witzelt Charly Brand, doch natürlich reden alle mit. „Manchmal schaffen wir es an einem Probentag einen kompletten neuen Song einzuspielen, manchmal braucht es auch etwas länger.“, verrät Drummer Wolfgang „Wolli“ Bachem. Kurz vor den Millowitsch-Auftritten geht es jedoch nur noch um Nuancen. So auch bei der rockigen Nummer „Ich liebe Dich“. Die Idee zum Song hatte der Frontmann, als er bei der Suche nach Fotos alte Liebesbriefe an seine Frau fand. Darunter war ein Gedicht, das nun den Refrain bildet. Wenn das keine wundervolle Auffrischung der damaligen Liebeserklärung ist und das nach 40 Jahren! Schon das Intro von Gino Trovatello an der Gitarre geht ans Herz, Karl-Heinz Brand setzt mit der Rhythmus-Gitarre ein, Wolli Bachem spielt das Schlag- zeug mit den Besen anstatt den Sticks. Das gefällt dem Kopf der Band noch nicht so ganz, die Besen werden gegen die Sticks getauscht, doch auch das ist es noch nicht. Gino Travatello hat eine CD dabei, ein Song davon hat einen ähnlichen Klang. Dieser Input liefert neue Ideen, der Frontmann lässt die Gitarre weg und singt ausschließlich, der Drummer greift doch wieder zu den Besen und auch beim Keyboard wird ein wenig verändert. Was für ein Sound, was für ein Liebes- lied, alle sind happy mit der entstandenen Fassung, auch Techniker Siggi Schaefer. Nochmal gespielt, aufgenommen und kurze Pause. „Die Lieder entstehen durch Stimmungen, oft gibt es einen unerwarteten Auslöser, es kann eine Story in der Zeitung sein. Dann überlege ich, welche Tonart dazu passt und setze mich mit meiner Akustikklampfe daran.“, erläutert der Räuberhaupt- mann beim Kaffee. „Wir komponieren alle mal, doch Karl-Heinz liefert die meisten Ideen. Er gibt dann Text und Melodie vor, die musikalische Umsetzung entwickeln wir gemeinsam.“, fügt Wolli Bachem hinzu. Den irischen Song „Summer Of My Dreams“ hat der Räuberhauptmann auf einer auf dem Trödelmarkt ergatterten CD entdeckt. „Der Titel gefiel mir so gut, dass ich ihn den anderen vorgespielt habe, sie waren gleich begeistert.“, betont Charly Brand. „Summerdraum“ heißt die irische Ballade nun op Kölsch. Den Gesangspart übernimmt Gründungsmitglied und Keyboarder Kurt Feller, denn seine Stimme gleicht der des Originalsängers absolut. Einfach nur schön!

Da der Band Abwechslung wichtig ist, gehört nun auch die Country-Nummer „Nur Du“, gecovert vom Original „Poor House“, zum Repertoire der diesjährigen Millowitsch-Konzerte. Das ungewöhn- liche an diesem Lied, es gibt keinen Refrain dafür aber wiederkehrende Gitarren-Ligs. Und natür- lich darf eine neue Hommage an die Vaterstadt am Rhein nicht fehlen. Wie „Am Dom“ ankommen wird, darauf sind DE RÄUBER besonders gespannt. Ansonsten erwartet die Fans der „Klüngel-Kölsch-Revue“ viele bekannte Lieder wie „Colonia“, „Kölsches Bloot“, den Walzer „Wunderbar“ und auch in Vergessenheit geratene Songs aus 20 RÄUBER-Jahren. Die Moderation wird diesmal etwas abwechslungsreicher sein. Kurze auflockernde Horst-Schlämmer-Imitationen von E-Bassist Matthias „Mac“ Kahlenberg während der Probe (das mag wohl am Raum in Grevenbroich gelegen haben), lassen vage vermuten, was an den Konzertabenden so alles passieren könnte. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten. Schließlich arbeiten die Musiker noch fleißig am Programm und vielleicht ändert sich im kreativen Prozess noch das ein oder andere Detail des Ablaufplans.

Wer nun noch auf den Geschmack gekommen ist, dem sei leider gesagt, dass er / sie sich bis 2012 gedulden muss, da alle Termine (18. bis 22. Mai 2011) der „Klüngel-Kölsch-Revue“ bereits ausverkauft sind. Allen Ticketinhabern sei ein wundervoller Abend mit ihren RÄUBERN gewünscht.

Ein Bericht von Annette Quast… Mrs Q – Kulturnews
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