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Mit Vollgas im siedenen Zelt Hit auf Hit serviert

Mit Vollgas im siedenen Zelt Hit auf Hit serviert

Mit Vollgas im «siedenden Zelt» Hit auf Hit serviert

NIEDERZIER – 02.05.2008

Niederzier. Wenn die Maifreunde zur traditionellen «Kölschen Nacht» einladen, kommen Künstler wie Anhänger stets gerne. Zum 14. Mal lud die Maigesellschaft zur größten Stimmungsparty zwischen Düren und Jülich auf den Weihberg ein. 800 partyhungrige Anhänger waren ins bunte Festzelt geströmt.

Und auch rheinische Spitzenstars ließen sich nicht lange bitten: Neben Marita Köllner und den «Kläävbötze» war es den Maifreunden gelungen, mit «De Räuber» erneut ein echtes Aushängeschild der Kölner Musikszene nach Niederzier zu locken.

Bis in die Nacht präsentierten die Musiker Mundart mit viel Herz und ließen den Dom ein ganzes Stück näher an Niederzier rücken. Gemeinsam mit den fröhlichen Anhängern wurde ausgelassen die rheinische Lebensfreude zelebriert und zu den kölschen Liedern gesungen, getanzt und geschunkelt.

Eisbrecher

Die Rolle des Eisbrechers hatte Marita Köllner alias «Et fussisch Julche», der es schon beim ersten Besuch im vergangenen Jahr so gut gefallen hatte, dass sie prompt versprach, wieder zu kommen. Viel zu brechen hatte das karnevalistische Urgestein freilich nicht, denn wenn Marita Köllner mit ihrer warmherzigen, kölschen Art die Bühne betritt und «Denn mir sin kölsche Mädcher» anstimmt, dann bleibt niemand ruhig sitzen.

Dass es draußen noch hell war, und die ersten Tropfen Bier gerade erst gezapft wurden, sollte sie nicht stören: Vom ersten Lied an begeisterte «Et fussisch Julche» das Publikum und brachte das Zelt sehr rasch auf Betriebstemperatur.

Premiere in Niederzier feierten die «Kläävbötze», die bewiesen, dass es nicht zwangsläufig eines großen Namens bedarf, um für Stimmung zu sorgen. Hatten vor diesem Abend wohl nur wenige im Zelt von dieser Gruppe gehört, so wusste am Ende jeder Zuhörer, wer die «Kläävbötze» sind und wie man ihre Lieder wie «Heim no Kölle» oder «Ussdrinke» singt.

Für das Highlight dieser «Kölschen Nacht» sorgten «De Räuber», die 100 Minuten lang Vollgas gaben und Hit auf Hit servierten. Die Kölner Gruppe um Frontmann Karl-Heinz Brand zählt zu den Stammgästen in Niederzier und wurde entsprechend lautstark von den Fans empfangen und gefeiert. Schnell brachte das in veränderter Formation auftretende Quintett bei seinem siebten Besuch die Stimmung im Zelt auf Siedetemperatur.

Ausgelassen wurde zu den großen Hits wie «Op dem Maat» und «Trömmelche» getanzt, gesungen und geschunkelt. «De Räuber» verstanden es bestens, die tolle Atmosphäre aufrecht zu erhalten und reihten ohne Verschnaufpause ein Stück an das Nächste. Aufgrund ihrer 16-jährigen Erfahrung als Band können die Musiker auf ein großes Repertoire kölscher Liedern zurückgreifen. Das war auch von Nöten, denn das begeisterte Publikum war in bester Feierlaune und entließ die «Räuber» erst nach einer ganzen Reihe von Zugaben.

Zum Abschluss boten die Musiker mit «Stell dich vür», der kölschen Version von John Lennons Klassiker «Imagine», noch ein «Extrabonbon».

Familiär

Doch nicht nur den Fans hatte der Abend viel Spaß gemacht: «Wir freuen uns immer sehr, nach Niederzier zu kommen», verriet Karl-Heinz Brand. Neben den tollen Fans und der Stimmung im Zelt schätzt der Frontmann auch die familiäre Atmosphäre unter den Freunden, die sich «De Räuber» bei ihren Besuchen in Niederzier gemacht haben.

Zufrieden mit der 14. «Kölschen Nacht» waren auch die Maifreunde, die bereits eifrig am Programm für 2009 arbeiten und «neue Nuancen» versprechen. (erk)

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