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Gino, ein Porzer Jong

Gino, ein Porzer Jong

Kölner Sänger und Gitarrist Gino Trovatello verstärkt DE RÄUBER

Die „Räuber“ sind komplett. „Wir haben einen erstklassigen Mann verpflichtet”, sagt Karl-Heinz Brand, Chef der Neuss-Kölner-Stimmungsband. Sein Name: Gino Trovatello. „Das ist kein Künstlername, ich heiße wirklich so”, sagte der Neue gegenüber der NGZ. Sohn einer deutschen Mutter und eines italienischen Vaters, aber ein waschechter Kölner: „Ich bin in Kalk geboren, aber nur, weil es in Porz kein Krankenhaus gab”, sagte er mit einem Schmunzeln im Gesicht. Dort lebt der 45-Jährige Profimusiker noch heute.

Zusammen mit einem Freund ist er Inhaber des Tonstudios Tube Music in Frechen. Produziert wurden dort zum Beispiel Alben von den Black Fööss und Michelle. „Diese Arbeit, so schön sie ist, hat leider einige einsame Komponenten. Man ist dort viel alleine. Ich wollte einfach wieder raus auf die Bühne, wo es eine direkte Rückmeldung durch das Publikum gibt.” Trovatello schickte eine „lustige Bewerbung” (Brand) an die Räuber. Es folgten Gespräche, Proben und am Ende die Zusage.

Der plötzliche Tod von Norbert „Nobby” Campmann im Frühjahr, der die „Räuber“ tief getroffen hat, machte die Suche nach einem geeigneten Nachfolger notwendig. „Keine leichte Aufgabe”, so Brand. „Der Neue muss musikalisch gut sein, eine Liebe zu kölschen Liedern haben und natürlich menschlich gut passen.” Eine ganze Reihe von Bewerbern wurde begutachtet, ehe letztendlich die Entscheidung zugunsten von Gino Trovatello fiel. „Per Zufall”, so Brand, gerieten die Räuber an ihn. Über einen Freund der Band, der wiederum Trovatello kannte.

Gino Trovatello hatte ursprünglich ganz andere Pläne. Als Elfjähriger lernte er Gitarre spielen – „Schlagzeug lernen durfte ich wegen der Nachbarn nicht” – studierte später Musik und Englisch mit dem Berufsziel Lehrer. „Aber damals waren die Aussichten sehr schlecht.” Er sattelte um, wurde Profi- und Studiomusiker. 1988 war er zum Beispiel in der Band von Howard Carpendale dabei, als dieser seine längste Tournee absolvierte. Bei den Black Fööss und deren Auftritten in der Kölnare-na gehört er zu den Studiomusikern, die im Hintergrund mit auf der Bühne stehen. Der Vater von zwei Töchtern (14 und 18 Jahre) ist mit seiner Gitarre in allen Stilarten zu Hause, egal ob Rock, Blues, Folk oder Funk. Jetzt also (wieder) kölsche Lieder. „Et Trömmelche? Klar, kenne ich. Das Lied habe ich schon zwei-, dreimal produziert.” ;-)

(Von KLAUS D. SCHUMILAS, Oktober 2007)

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