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Benefizkonzert - Eine Welle der Hilfsbereitschaft
Auch die „Räuber“ traten auf beim Benefizkonzert für Florian, der an einer schweren Rückenkrankheit leidet. Ein spezielle Therapie mit Hilfe von Pferden hilft ihm. 500 Gäste kamen, die Musiker verzichteten auf Gage, so dass die Therapie für den Vierjährigen gesichert ist. Die Familie könnte sich sonst die kostspielige Hippotherapie nicht leisten.Kerpen – Während die Festgäste unten im Saal fröhlich feierten, saßen Michaela Ciesielski und ihr Mann Jerzy mit großen Augen auf der Empore der Jahnhalle und sahen sich das Spektakel fassungslos von oben an: „Ich bin einfach überwältigt über diese riesige Welle der Hilfsbereitschaft für unseren Jungen. So etwas hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich kann nur sagen: Tausendmal danke, danke, danke – vor allem den Leuten vom BSV, die das Ganze hier erst möglich gemacht haben“, rang die überglückliche Mutter des schwer körperbehinderten Florian um Worte. Der vom Ball-Sport-Verein Kerpen organisierte Benefiz-Abend für den Vierjährigen am Samstag war in der Tat ein ganz besonderes Ereignis, das alle Erwartungen übertraf. Unterstützung kann der kleine Florian wirklich gut gebrauchen: Er kam mit einem „offenen Rücken“ (Spina Bifida) auf die Welt und hat bereits mehr als 30 Operationen hinter sich. Als gute Chance, seine extrem eingeschränkte Bewegungsfähigkeit zu vergrößern, hat sich eine spezielle Therapie mit Hilfe von Pferden erwiesen. Doch die Krankenkasse zahlt diese Behandlung nicht, und Florians arbeitslose Eltern können die Therapiestunden aus eigener Tasche kaum finanzieren. Doch das Problem ist jetzt gelöst. Dank vieler großer und kleiner Spenden sowie dem Erlös einer Tombola und den Einnahmen des Benefiz-Abends ist das Treuhand-Konto für Florian inzwischen mit über 7000 Euro gefüllt. „Damit ist sichergestellt, dass Florian die Hippotherapie fortsetzen und sogar noch intensivieren kann“, erklärt Michael Block, während Mutter Michaela neue Hoffnung schöpft: „Seit er mit den Pferden arbeitet, macht Florian erstaunliche Fortschritte. Vielleicht kann er irgendwann sogar ohne fremde Hilfe gehen.“ Der im Rollstuhl sitzende Junge selbst konnte nur am Anfang kurz bei seinem großen Abend dabei sein. Als ihm die BSV-Leute jedoch einen vom 1. FC Köln spendierten Fußball mit Spielerautogrammen und ein Trikot überreichten, strahlte er übers ganze Gesicht: „Das ist das Tollste überhaupt!“ Spaß haben und dabei Gutes tun, lautete die Devise, die sehr zur Freude des BSV-Vorsitzenden Michael Block ungeahnten Zuspruch fand: An die 500 Gäste sorgten für ein ausverkauftes Haus und bereuten ihr Kommen nicht. Denn ein Großaufgebot von Stimmungsmachern erzeugte bis nach Mitternacht eine fast karnevalistische Partystimmung. Von den „Neppeser Nacksühle“ und den „Häckenjecks“ über die „Cöllner“ und den „Scheunenrockern“ bis hin zu „Art Colong“ und der Tanzkappelle „West Life“ reichte die Musikanten-Riege, die vom singenden Moderator Tino von Taxi auf die Bühne geschickt wurde. Als lokale Größen reihten sich die „Jungen Trompeter“ und das Tambour- und Trompeterkorps „Edelweiß“ ein; Top-Act waren die „Räuber“ aus Köln. Sie alle traten kostenlos oder für kleines Geld auf. „Toll, dass so viele Künstler mitmachen und dass so viele Leute gekommen sind“, freute sich auch Bürgermeisterin Marlies Sieburg als Schirmherrin. „Es liegt sicherlich auch daran, dass der Erlös nicht für irgendeine große Organisation gedacht ist, sondern dass es um ganz konkrete Hilfe für ein Kind aus unserer Stadt geht.“ Quelle: Kölner Stadtanzeiger; Bericht und Foto Joachim Röhrig « Fotos vom Fanclub Konzert sind online... |
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